Grundsätzlich gibt es drei Schulformen, die eine ortsnahe Beschulung auch für Kinder, die zum Gymnasium empfohlen wurden, ermöglichen würden:
1) das Gymnasium
2) die Integrierte Gesamtschule
3) die Oberschule mit gymnasialem Zweig
Für ein Gymnasium gibt es in der Samtgemeinde Elbmarsch nicht genügend Schüler, die für diesen Schulbesuch in Frage kämen. Dazu müssten jedes Jahr mehr als 130 Schüler allein für das Gymnasium empfohlen werden. Die Gesamtzahl der Grundschulabgänger in der Elbmarsch liegt aber etwas unter diesem Wert. Und einige werden natürlich auch für andere Schulformen empfohlen. Damit scheidet ein eigenes Gymnasium aus.
Bei der Integrierten Gesamtschule gibt es keine Trennung mehr nach Schulformen. Alle Kinder werden in einer Schulform unterrichtet, und sie werden in den einzelnen Fächern nach Leistung getrennt. Für die Integrierte Gesamtschule würde ebenfalls eine Grundschulabgängerzahl von mehr als 130 pro Jahr benötigt, weil es mindestens 5 Klassen pro Jahrgang geben muss. So viele Schüler hat die Samtgemeinde Elbmarsch aber nicht, also scheidet diese Schulform aus.
Bei einer neu einzurichtenden Oberschule mit gymnasialem Zweig werden die Schüler in den drei organisatorisch getrennten Schulformen Hauptschule, Realschule und Gymnasium von Klasse 5 bis 10 unter einem Dach unterrichtet. Es gibt also Hauptschulklassen, Realschulklassen und Gymnasialklassen. Hier liegt die Mindestanforderung der nötigen Schüler nach neuer Regelung bei 75, davon 27 mit Gymnasialempfehlung, und die hat die Elbmarsch auf jeden Fall, wenn sich die Mehrheit der Eltern entschließt, ihre Kinder in diese Schule zu schicken. (siehe dazu Informationsforum)
Heute hat die Verbundene Haupt- und Realschule Ernst-Reinstorf-Schule ohne den gymnasialen Zweig bereits 4 oder 5 Klassen pro Jahrgang. Da kämen dann noch Gymnasialklassen hinzu. Je nach Entwicklung und Klassengröße würden daraus also wieder wenigstens 5 Klassen pro Jahrgang.
Die Ernst-Reinstorf-Schule hat daher, parallel zu Anträgen aus allen politischen Parteien, den Antrag gestellt, zum Schuljahr 2011/2012, also zum Sommer 2011, in eine Oberschule mit gymnasialem Zweig umgewandelt zu werden.
Hierzu sollen dann ab dem kommenden Schuljahr, von Jahr zu Jahr hochwachsend, Gymnasialklassen eingerichtet werden, die dann unter einer eigenen Fachleitung und mit eigenen Lehrern Gymnasialschüler bis zur 10. Klasse unterrichten.
Die Klassen werden kleiner sein als auf dem Gymnasium: neben dem Nutzen der wohnortnahen Beschulung ist also eine individuellere Förderung der Schüler ist möglich. |